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Euskera. Baskisch zwischen den europäischen sprachen
Die Landkarte der europäischen Sprachen hat sich über die Jahrhunderte hinweg tiefgehend und wesentlich verändert: Völker verschiedener Sprachen überlagerten oder verdrängten sich im Laufe der Zeit gegenseitig innerhalb des europäischen Raumes. Vor 3000 Jahren war die baskische Sprache von nicht-indoeuropäischen Sprachen umgeben, die heutige Situation ist das genaue Gegenteil davon.
Im dritten Jahrtausend vor der Zeitenwende begannen die Nomaden der euroasiatischen Steppen dank der einsetzenden Zähmung des Pferdes und der Erfindung des Rades in Richtung Westen zu wandern. Nach und nach nahm die sprachliche Geographie des Kontinents eine neue Gestalt an, besonders seit dem ersten Jahrtausend vor Christus. Nach dem Zurückdrängen oder Ersticken der vorangehenden Sprachen bemächtigten sich die indoeuropäischen Sprachen fast ganz Europas.
In Übereinstimmung mit den von Fachleuten aufgestellten Klassifizierungen gehört die baskische Sprache nicht zu dieser Sprachengruppe jener jüngst angekommenen Völker. Daher weisen Sprachwissenschaftler dem Baskisch eine Sonderstellung innerhalb der europäischen Sprachen zu. Eine mit dem Baskisch verwandte Sprache ist – zumindest in der europäischen Umgegend – nicht bekannt.
Europa teilt sich in zwei Sprachfamilien: in die indoeuropäische und die uralische Familie, aber die baskische Sprache ist genetisch keiner dieser beiden Familien zuzuordnen; es bestehen weder familiäre Bindungen noch Abstammungs- oder andere Verwandtschaftsverhältnisse.
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